Gefahr durch den Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist ein Schädling

Den Buchsbaumzünsler trifft man in heimischen Gärten noch nicht sehr lange an, erst im Jahr 2006 wurden die ersten Exemplare hierzulande gesichtet. Der aus Ostasien stammende Schädling verbreitete sich in den letzten Jahren sehr stark, so dass er in weiten Teilen Deutschlands sein Unwesen treibt und Buchsbäume stark schädigt.

Aussehen und Lebenszyklus des Buchsbaumzünslers

Da der Buchsbaumzünsler Pflanzen sogar zum Absterben bringen kann, sollte man ihn rechtzeitig erkennen. Die weißen Flügel sind schwarz gemustert und haben vorne oftmals noch einen braunen Saum. Einige der Falter haben auch schwarze Flügel, die weiß gepunktet sind. In der Regel findet man die Schädlinge auf den Blattunterseiten, wo sie sich auch paaren.

Die Weibchen legen ihre Eier dann auf den Blattunterseiten eines anderen Buchsbaums ab. Bei Temperaturen von über 7 Grad schlüpfen die grünen Larven mit schwarzen Punkten bereits nach wenigen Tagen. Nach insgesamt sieben Stadien als Larve verpuppen sich die Raupen. Nach rund einer Woche verlassen die Falter ihre Kokons und können während ihres kurzen Lebens von etwa neun Tagen bis zu 150 Eier legen.

Das Schadbild des Buchsbaumzünslers

Da die Vermehrung und Ausbreitung des Falters in einem enormen Tempo voranschreitet und es pro Jahr bis zu vier Generationen gibt, muss möglichst frühzeitig eingegriffen werden. Nach dem Schlüpfen fressen die Raupen zuerst die Blätter ab. Sie fangen in der Regel an den unteren Ästen an und arbeiten sich von den inneren Blättern nach außen vor, so bleiben sie meistens länger unbemerkt.

Nicht selten werden die Schäden deshalb so spät entdeckt, dass die Pflanze eingeht. Nachdem die Blätter als Nahrung nicht mehr ausreichen, vergreifen sich die Buchsbaumzünsler auch an jungen Zweigen und raspeln die Rinde ab. Wenn die Verpuppung stattgefunden hat, kann man an den Pflanzen ganz feine Gespinste erkennen.

Den Buchsbaumzünsler effektiv bekämpfen

Am besten ist natürlich ein Schutz vor dem Buchsbaumzünsler, dieser kann zum Beispiel in engmaschigen Netzen bestehen, in welche man die Pflanzen von Frühling bis Herbst hüllt. Um festzustellen, wann die Schädlinge anfangen zu fliegen und ihre Eier abzulegen, kann man Buchsbaumzünsler-Fallen einsetzen. Außerdem kann man einen speziellen Langzeit-Dünger verwenden und die Pflanzen somit stärken.

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Mit Hilfe von Pheromonfallen kann man überprüfen, ob überhaupt Falter in der Nähe des Gartens umherfliegen. Der ideale Zeitpunkt für die Vernichtung der Schädlinge ist 10 bis 14 Tage nachdem sie mit ihren Flügen begonnen haben. Findet man nur einzelne Raupen an den Pflanzen, können diese noch von Hand abgesammelt werden.

Bei etwas stärkerem Befall hat sich der Einsatz eines Hochdruckreinigers bewährt. Bei den Insektiziden kommen sowohl natürliche als auch chemische Präparate in Frage, wobei man erstere unbedingt bevorzugen sollt. Vor allem Präparate mit Bacillus thuringiensis sind zu empfehlen. Insektizide werden niemals vorbeugend eingesetzt und sollten genau nach den Herstellerangaben dosiert werden.

Ist der Befall so stark, dass ein Absterben der Pflanze nicht auszuschließen ist, sollte man über einen radikalen Rückschnitt nachdenken. Wenn alles gut verläuft, werden die Äste im kommenden Frühjahr wieder neu austreiben. Nach dem Rückschnitt ist deshalb unbedingt der Einsatz eines guten Düngers angezeigt.

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War ein Buchsbaum schon einmal Opfer des Buchsbaumzünslers, ist ein erneuter Befall mit allen Mitteln zu verhindern, denn ein zweites Mal wird er dies kaum überleben. Eventuell kann es sogar Sinn machen, wenn man einzelne Bäumchen gleich komplett entsorgt, wenn diese schon stark unter den Schädlingen gelitten haben, so lässt sich eine weitere Ausbreitung unter Umständen eindämmen. Die Entsorgung hat dann, luftdicht in Säcke gepackt, über den Restmüll zu erfolgen.