Vermooster Rasen – diese Tipps helfen

Große Rasenfläche ohne Moos
Eine große Rasenfläche ohne Moos sieht richtig gut aus - © depositphotos.com @ iriana88w

Es fängt meist langsam an, oft in einer dunkleren und feuchten Ecke des Gartens: zwischen den Grashalmen bildet sich Moos im Rasen. Bereits nach 1 oder 2 Jahren kann es dann sein, dass sich ein Großteil des Rasens mit Moos durchsetzt hat und die Anzahl der Grashalme immer spärlicher wird. Wir klären auf, woher das Moos kommt und welche Möglichkeiten man hat, Moos im Rasen zu bekämpfen.

Ursachen für Moos im Rasen

Moos siedelt sich meist dort an, wo der Boden feucht ist und wenig Licht hinkommt. Unter großen Bäumen, wie z.B. der Kastanie oder der Buche kommt selten ausreichend Licht hin. Aber auch ausladende Büsche können schon den Lichteinfall zu stark reduzieren.

Darüber hinaus kann der PH-Wert des Bodens zu sauer sein. Eine Messung des PH-Wertes des Rasens kann diesen Punkt klären. Liegt der PH-Wert und 6, so sollte der Rasen gekalkt werden.

Häufig ist der Rasen allerdings auch einfach ausgelaugt. Rasen benötigt viele Nährstoffe und ein nicht ausreichend versorgter Rasen öffnet dem Moos Tür und Tor.

Wird bereits bei den ersten Anzeichen keine Moosentfernung eingeleitet, so kann man davon ausgehen, dass nach einiger Zeit der gesamte Rasen mit Moos durchsetzt ist.

Moos im Rasen entfernen

Eisendünger

Grundsätzlich ist die Entfernung des Mooses im Rasen kein Problem. Die einfachste Möglichkeit ist sicherlich, den Rasen mit Eisendünger (genauer Eisen-II-Sulfat) zu düngen. Im Monat März wird der Dünger auf die Rasenfläche aufgebracht und bereits nach wenigen Tagen stirbt das Moos ab und lässt sich mit einem Rechen oder Fächerbesen von Rasen entfernen.

Allerdings hat diese Methode der Moosentfernung auch Nachteile. Zum einen ist beim Ausbringen zwingend Schutzbrille und Schutzkleidung zu tragen. Der Dünger ist reizend und giftig. Durch den Kontakt mit Feuchtigkeit wird von dem Eisen-II-Sulfat Schwefelsäure freigesetzt. Diese Dämpfe sind ätzend und können Schäden an Haut und Augen verursachen.

Herkömmlicher Dünger

Im Gegensatz zu einem Eisendünger ist „normaler“ Rasendünger ausgesprochen wichtig. Alle Gräser haben einen hohen Bedarf an Nährstoffen und laugen den Boden mit der Zeit aus. Deshalb sollte spätestens nach dem groben Entfernen des Mooses regelmäßig (aber sparsam dosiert) gedüngt werden.
Bedenken Sie, dass ein zu viel an Dünger der Umwelt schadet und ins Grundwasser gelangen kann.

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Vertikutieren

Vertikutierer zum Rasen vertikutieren
Moos kann man durch regelmäßiges Vertikutieren vermeiden – © depositphotos.com @ maykal

Vermooste Rasenflächen sollten im Herbst vertikutiert werden. Dabei ist es optimal, wenn die Messer den Boden nur knapp zwei Millimeter tief einritzen, damit das Moos und der Rasenfilz gelöst werden. Gleichzeitig kann durch diesen Schritt auch überschüssiges Wasser besser versickern. Das Vertikutieren ist die geeignetste Maßnahme, wenn der Boden nur leicht von Moos durchsetzt ist.

Groben Sand einstreuen

Das Aufbringen von einer dünnen Sandschicht (ca. ½ bis 1 cm) ist eine weitere gute Maßnahme. Der Sand wird durch Regen und Begehen des Rasens ins Erdreich untergemischt. Der Boden wird lockerer und Wasser kann besser abfließen.

Tipp: Tragen Sie den Sand direkt nach dem Vertikutieren auf, damit er sich gleich mit dem lockeren Erdboden vermischen kann.

Sollte mit einer einzigen Schicht Sand das Moosproblem nicht behoben sein, kann man diesen Schritt wiederholen.

Schattenrasen aussähen

Sollten die herkömmlichen Tipps nicht reichen, um das Moos zu entfernen,  so kann man auch Teile des vermoosten Rasens abtragen und neuen Rasen säen. Hier empfiehlt es sich, einen Schattenrasen anzupflanzen. Dieser kommt mit weniger Licht aus und ist ideal unter ausladenden Bäumen und schattenspendenden Büschen.

Ursachen finden und in Zukunft beseitigen

Wie bereits oben beschrieben, kann das Moos im Rasen eine Reihe an Ursachen haben. Es ist sinnvoll, genau die Rasenbeschaffenheit zu untersuchen und festzustellen, woher das Moos kommt.

Staunässe muss unter Umständen durch Auflockerung des Bodens und im schlimmsten Fall durch eine Drainage verhindert werden.

Einen übersäuerten Boden kann man gut mit Kalk behandeln, der den PH-Wert anhebt. Die meisten Rasensorten haben mit einem PH-Wert unter sechs Probleme und wachsen nicht mehr gut und kräftig.

Ist der Boden ausgelaugt, sollte regelmäßig gedüngt werden. So lässt sich vermeiden, dass der Rasen schwächelt und dem Unkraut und Moos seinen Platz lässt.

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