Wasserenthärtungsanlage ohne Salz

Wasserenthärter chemisch - Foto: YAYImages / depositphotos.com
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Die Wasserenthärtungsanlage ohne Salz als Alternative

Als Alternative kann eine Umkehrosmoseanlage in Betracht gezogen werden. Die Funktionsweise einer solchen Anlage ist darauf zurückzuführen, dass unter Druck Wasser mit gelösten und ungelösten Stoffen durch ein halbdurchlässiges Membran gepresst wird. Je nach Struktur der Membrane, Temperatur, Druck und Volumen der Moleküle werden die im Wasser befindlichen Inhaltsstoffe ungleich gut zurückgehalten. Eine Auswirkung besitzt auch die Ionenladung. Sulfat, Calcium und Magnesium werden zum Beispiel besser ausgeschieden als Natrium, Chlorid oder Nitrat. Je größer ungeladene Moleküle sind, umso besser werden sie entfernt. Bei dieser Wasserenthärtungsanlage ohne Salz können auf diese Weise neben Kalk auch zahlreiche andere lästige Stoffe dem Wasser ferngehalten werden. In der Tat ist das Wasser auf der anderen Seite des Membran bei einer hervorragenden Wasserenthärtungsanlage ohne Salz fast frei von Mineralien. Die gefilterten Stoffe werden als Konzentrat über das Leitungswasser ins Abwasser ausgeschieden. Damit tauchen aber leider auch schon zwei Problematiken auf: Erstens wird zwischen 3 – 25 Liter Trinkwasser für den Erlös von nur einem Liter gefilterten Wasser benötigt ( je nach Qualität der Anlage). Dies führt zu hohen Energie- und Wasserkosten. Auf der anderen Seite werden dem Wasser unverzüglich alle tatsächlichen und gewünschten Inhaltsstoffe, u.a. Mineralien entzogen. Die Membranen verkeimen und dies ist kaum zu verhindern, falls kein regelmäßiger Austausch vorgenommen wird. Letztlich wird für die Wasserenthärtungsanlage ohne Salz für den Osmoseprozess einen hohen Druck benötigt, der abermals Energie verbraucht. Diese Methode ist speziell für den Privatbereich nicht zu empfehlen. Der überwiegende Teil der Geräte wird zum überwiegenden Teil für den Einbau unter der Spüle vorbereitet und dienen nicht zur Aufbereitung des kompletten Wassers für den Haushalt, sonder nur als Zapfstelle. Minimale Anlagen sind bereits ab 100 Euro zu bekommen. Bei dieser Wasseraufbereitungsform wird originell der vermeintliche gesundheitliche Nutzen beworben.

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Analyse
Wer den Kalkgehalt minimieren will, sollte exakt überlegen, ob die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage ohne Salz tatsächlich lohnt. Die Enthärtung von weichem Wasser mit einem Härtegrad unter 2,5 mmol/l, bzw. 14 Grad deutscher Härte (dH) ist nicht empfehlenswert. Auskunft über den Härtegrad des Wassers gibt es beim zuständigen Wasserversorger oder der Gemeinde. In seiner Trinkwasser-Broschüre rät das Umweltbundesamt von Wasserenthärtungsgeräten im Haushalt ab. Hartes Wasser sei nicht ungesund und deswegen sind diese Anlagen nicht notwendig oder sinnvoll. Alle additionalen Einbauten für die Installation von Trinkwasser bedarf einer periodischen und fachkundigen Wartung. Dadurch wird das Verkeimen der Geräte verhindert und es verbleiben keine Schadstoffe im Wasser. Die Verbraucherzentrale in NRW und auch Stiftung Warentest erheben die gleiche Argumentation und sprechen eine Warnung vor einer eventuellen Abwärtsentwicklung der Wasserqualität aus.