Wie funktioniert das mit dem Abwasser bei der Wasserenthärtungsanlage?

Durch kalkhaltiges oder hartes Wasser werden erhebliche Mehrkosten beim Energieverbrauch verursacht. Außerdem kommt es innerhalb der Wasserenthärungsanlage zu natürlichen Kesselsteinablagerungen, Kalkrändern und bei dem Betrieb von Waschmaschinen zu erhöhtem Waschmittelverbrauch. Durch den Einsatz einer fachgerecht installierten Wasserenthärtungsanlage erreicht man, daß sich fast kein Kesselstein mehr bilden kann und auch keine Kalkränder mehr sichtbar sind. Durch die einwandfreie Funktionstätigkeit der Enthärtungsanlage erreicht man einen besseren Übergang zu den Heißwassergeräten und eine permanente Reduzierung der Kalkschicht bis zu 1 mm. Der Energieverbrauch sinkt um bis zu 15 % und die Abwasseranfälle bei dem Betrieb der Enthärtungsanlage verringern sich entsprechend. Die Automatisierung, sprich die Steuerung der Wasserenthärtungsanlage, führt zu einer Optimierung bei dem Einsatz der Anlage. Bei der Wasserenthärtung fließt das Wasser durch ein Harzbett, die man auch Ionenaustauschermasse nennt. Das sind kleine Kunstharzkügelchen von Kalzium und Magnesiumionen die im Austausch von Natriumionen aufgenommen werden. Wird das Harzbett nun durch die Beladung von Kalzium und Magnesiumionen beladen regeneriert die Enthärtungsanlage durch die Salzsole.

Damit das Abwasser bei dem Betrieb der Anlage möglichst minimal ausfällt sollte man beim Kauf der Enthärtungsanlage auch auf die elektronische Ausstattung achten: Das Vorhandensein eines Zeitschaltwerks wird zum Zeitpunkt der Regeneration eingestellt. Der Regenerationsfluß wird zu einem vorbestimmten Zeitpunkt selbsttätig durchgeführt. Das Zeitschaltwerk führt also schon zu einer Verringerung der Abwasserbildung bei der Wasserregeneration. Durch einen Wassermesser wird der Wasserverbrauch festgehalten. Die Abzählung des abfließenden Wassers erfolgt mechanisch. Die abgegebene Weichwassermenge und die Restkapazität des Wassers im Enthärtungsgerät beim Abfließen wird stetig festgehalten um eine nachträgliche Verbesserung der Geräteeinstellung immer wieder vornehmen zu können. Durch Zeitschaltwerk und Wassermesser arbeitet die Anlage in hygienisch einwandfreiem Zustand und die Abwasserprodukte werden gemindert. Beim Einsatz der Enthärtungsanlage bietet sich für die Abwasserreduktion zusätzlich eine Mineralstoffdosierung und bei größeren Enthärtungsanlagen, zum Beispiel bei in der Industrie eingesetzten Anlagen, eine Kühl-und Prozesswasseraufbereitung im Prozesswassersystem an. Außerdem kann ein motorbetriebenes 7-Phasen-Steuerventil angebracht werden. So wird ein Rückspülen aufwärts, ein Rückspülen abwärts, das Besalzen, das langsame Spülen, das Spülen selbst optimiert. Eine integrierte Verschneideeinrichtung sorgt für eine exakte Einstellung der gewünschten Wasserresthärte. Hierbei ist eine Wasserverschneidung von 4-8 ° dH ideal.

Hat man dann noch ein Bypass-Ventil an der Enthärtungsanlage zur Verfügung, erreicht man ein schnelles Umschalten des Gerätes, auch für benötigtes Wasser im Garten und für Servicearbeiten. Ein gutes Hochleistungsaustauscherharz gewährleistet einen optimalen Durchfluß für die gewünschten Wasserwerte. Ein angebrachter Salzbehälter mit Sicherheitssoleventil ermöglich zusätzlich eine gute Salzbevorratung beim Bedienungskomfort der Enthärtungsanlage und dient dem Schutz des Überfüllens des Salzbehälters.