Benötigt man einen Filter für eine Wasserenthärtungsanlage?

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Video-Link: https://youtu.be/d7JZODJXPB8

 

Ein Wasserfilter muß nicht zwingend vor einer Enthärtungsanlage eingebaut werden. Allerdings ist es ratsam generell einen Wasserfilter im Haushalt zu installieren. Hierdurch wird nicht nur die Wasserenthärtungsanlage geschützt sondern auch die Rohrleitungen. Ein installierter Wasserfilter hat große Vorteile denn er schützt vor „Lochfraß“ . Zum Lochfraß kann es kommen, wenn sich ein Sandkorn auf der Rohrleitung ablegt. Dann bildet sich nämlich ein sogenanntes Belüftungselement“. Das Sandkorn frißt sich dabei behäbig durch die Rohrleitung bis es sich vollständig durchgebohrt hat. Das nennt man Lochfraß. Also ist die Installation eines Filter auf keinen Fall ein Fehler. Allgemein gesehen ist die Installation eines Filters für Enthärtungsanlagen eher überflüssig denn die Trinkwasserwerte sind in Deutschland dermassen gut, daß es in Deutschland nicht zusätzlich aufbereitet werden muß. Das Trinkwasser gehört in Deutschland zu den am besten gehütetsten Lebensmitteln. Eine zusätzliche Aufbereitung erübrigt sich in den meisten Fällen.

Bei falscher Anwendung einer Wasserenthärtungsanlage kann es sogar zu einer Verschlechterung der Wasserqualität kommen. Eine Wasserbehandlung ist in solchen Fällen anzuraten, wenn das Wasser mit zusätzlichen, unerwünschten Stoffen belastet ist. In diesem Falle ist ein Aktivkohlefilter sinnvoll um chlorierte Kohlenwasserstoffe zurückzuhalten. Jedoch stellen diese chlorierten Kohlenwasserstoffe keine nennenswerte Gefahr dar. Ein Ionentauscher ist kein Muß. Diese entziehen hartem Wasser Kalzium und Magnesium-Ionen und tauschen diese dann gegegen Natrium aus.

Fest installierte Wasserenthärtungsanlagen müßen aber mit Salz regeneriert werden. Allerdings sind Kalzium und Magnesium eher erwünschte Inhaltsstoffe. Um eine Korrosion der Pipes zu verhindern wird in den Dosieranlagen das Wasser mit Phosphaten oder Silikat versetzt. Eine Verbesserung der Wasserqualität durch esoterische Aufbereitungen ist wissenschaftlich nicht beweisbar und daher eher zu unterlassen. Sind die Wasserleitungen noch aus Blei hergestellt können diese die Trinkwasserqualität belasten. Es besteht die Möglichkeit, sich eine Wasseranalyse anfertigen zu lassen. Wird eine Wasserqualitätsbelastung festgestellt kann vorübergehend ein Wasserfilter von Nutzen sein. Besser ist es allerdings, eher diese alten Bleirohre zu entfernen und durch neue Leitungen zu ersetzen.