Yuccapalme – Yucca elephantipes

Yucca Palmen auf la Gomera
Yucca und andere Palmen auf la Gomera - © depositphotos.com @ kslfoto

Die Yucca elephantipes gehört zur Familie der Spargelgewächse und zur Gattung der Palmlilien. Obwohl sie weitläufig gerne als Yucca-Palme bezeichnet wird, zählt die Palmlilie botanisch gar nicht zu den Palmen. Das exotische Gewächs ist als Zimmerpflanze äußerst populär.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mittelamerika, wo sie eine Höhe von bis zu neun Metern erreichen kann. Diese Sorte ist die größte aller Yucca-Arten. Aus der dicken Basis des Stamms wachsen mehrere Stämme, die einige Meter hoch werden können. Oben bilden dann schwertförmige Blätter einen Schopf.

Der ideale Standort für die Palmlilie

Im Mittelmeerraum und in Regionen mit subtropischem Klima wird die Yucca gerne im Garten kultiviert. In unseren Breitengraden kann die Pflanze allerdings nicht das ganze Jahr über im Freien stehen, denn sie ist leider nicht winterhart. Die Pflanze ist relativ anspruchslos, denn in ihrer Heimat muss sie sich ja auch der unwirtlichen Umgebung anpassen, so dass sie als äußerst robust bezeichnet werden kann.

In Mittelamerika enthält der Untergrund in der Regel nur wenig Nährstoffe und ist zudem sehr trocken. Aus diesem Grund hält sie es auch gut in der prallen Sonne aus, wenngleich ein Standort im Halbschatten zu bevorzugen wäre. Hitze macht der Yucca nichts aus, sie kommt aber auch mit etwas kühleren Temperaturen ganz gut zurecht. Das liegt daran, dass die Pflanze in Mexiko in einer Höhe von bis zu 2.000 Metern im bewaldeten Gebirge gedeiht.

Da sie aber Wärme das ganze Jahr über bevorzugt, ist sie für die Platzierung in Innenräumen sehr dankbar. Während des Sommers darf man sie auch gerne nach draußen stellen, wenn die Stelle geschützt ist, zum Beispiel auf dem Balkon oder der Terrasse. Wichtig ist auf jeden Fall eine gute Belüftung. Wählt man einen Standort mit zu wenig Licht, so werden die Blätter schnell nach unten hängen und sich gelb verfärben.

Natürlich kann man die Yucca auch im Kübel anpflanzen, dann muss sie aber über den Winter in einen dunkleren Raum gebracht werden. Wenn der Winter vorüber ist, muss man die Pflanze ganz langsam wieder an die UV-Strahlung gewöhnen. Sie darf dann die ersten zwei Wochen nur im Halbschatten stehen, da ansonsten die Blätter verbrennen können.

Die richtige Pflege der Yucca

Für die Palmlilie ist ein lockerer Untergrund ideal, am besten mischt man Garten- oder Komposterde mit Humus und Sand. Dieser durchlässige Boden ist für die Pflanze unabdingbar, damit sie optimal gedeihen kann. Man kann im Handel aber auch ein spezielles Substrat für Palmen kaufen.

Grundsätzlich ist die Palmlilie ein sehr pflegeleichtes und genügsames Gewächs, das mit sehr wenig Wasser auskommt. Staunässe kann sie gar nicht vertragen, weshalb auf mäßiges Gießen zu achten wäre. Es ist am besten, wenn man die Pflanze in Wasser taucht, bis sich keine Luftblasen mehr bilden. Dann lässt man das Wasser so lange ablaufen, dass kein Wasser mehr aus dem Topf hervor tritt. Gegossen wird dann erst wieder, wenn die Erde trocken ist. In den Wintermonaten braucht die Yucca übrigens noch weniger Wasser. Dann reicht eine Bewässerung etwa alle vier bis sechs Wochen.

Im Sommer sollte man die Pflanze etwa alle 14 Tage mit einem Dünger versorgen, am besten verwendet man einen Volldünger. Im Fachhandel bekommt man einen speziellen Dünger für Palmen, dieser enthält alle essentiellen Nährstoffe.

So wird die Palmlilie zurückgeschnitten

Wenn man sich mit der Pflege etwas Mühe gibt, so wird man viele Jahre Freude an der Yucca haben. Da sie in ihrer natürlichen Umgebung einige Meter hoch werden kann, muss man sie auch regelmäßig schneiden. Eventuell möchte man die Pflanze ja auch nach ein paar Jahren verjüngen. Der Rückschnitt des Gewächses gestaltet sich eigentlich ganz einfach. Man sollte ihn unbedingt immer ab Ende März vornehmen, wenn die Winterruhe vorbei ist. Für den Schnitt benötigt man eine Laubsäge und ein Küchenmesser.

Den Trieb kappt man mit der Säge zunächst an der gewünschten Stelle. Anschließend begradigt man die Schnittfläche mit dem Messer. Danach versiegelt man die Wundränder noch mit Baumwachs. Einen radikalen Rückschnitt muss man nicht fürchten, denn die aus den vielen Vegetationspunkten am Stamm wird die Yucca bald wieder frisch austreiben.

Die Vermehrung der Yucca

Ist man ohnehin mit dem Rückschnitt beschäftigt, kann man sich auch gleich um die Vermehrung der Palmlilie kümmern, wie uns die Experten von Zimmer-Palmen.de erklärt haben. Grundsätzlich kann man aus jedem mindestens 20 Zentimeter langen Segment des Stammes eine neue Pflanze ziehen. Vor dem Schneiden ist es jedoch wichtig, dass man Stamm- oder Kopfstecklinge entsprechend ihrer Wuchsrichtung markiert.

Dann füllt man entweder ein Gemisch aus Torf und Sand oder Anzuchterde in kleine Töpfe. Anschließend setzt man die Stecklinge bis zur Hälfte so hinein, dass ihrer Wuchsrichtung Rechnung getragen wird. Falls man sich bezüglich der Wuchsrichtung nicht mehr sicher ist, kann man den Steckling einfach quer einpflanzen. Dann ist es jedoch wichtig, dass das Segment nicht komplett mit Erde bedeckt wird.

Nachdem man die Ableger mit warmem und kalkfreiem Wasser gegossen hat, stülpt man eine transparente Haube darüber. Die Wurzelbildung gelingt am besten, wenn man einen halbschattigen Standort auf der Fensterbank wählt. Während dieser Zeit muss die Erde immer schön feucht gehalten werden. Sobald der erste Austrieb zu sehen ist, kann man die Abdeckung entfernen. Wenn eine komplette Durchwurzelung des Topfes stattgefunden hat, wird die Jungpflanze umgetopft.

Für die Vermehrung der Yucca ist es aber gar nicht notwendig, den Stamm einzuschneiden. Man kann auch Nebensprossen von den Wurzeln, die so genannten Kindel, dafür verwenden. Es sollten jedoch mindestens fünf Blätter vorhanden sein. Den Spross schneidet man dann vorsichtig mit einem zuvor desinfizierten Messer ab und pflanzt ihn in eine Mischung aus Komposterde und Quarzsand.

Die Palmlilie umtopfen

Die Yucca muss lediglich alle zwei bis drei Jahre in ein größeres Gefäß umgesetzt werden. Man merkt es daran, dass die Wurzeln aus der Bodenöffnung hervortreten. Nur wenn man die Pflanze zurückgeschnitten hat, sollte man sie auch gleich umtopfen, damit sie sich besser regenerieren kann. Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist im März oder April.

Einige Tage vorher wird die Pflanze nicht mehr gewässert. Über dem Ablauf muss im neuen Pflanzgefäß eine Drainage aus Kies, Tonscherben oder Splitt ausgebreitet werden. Anschließend füllt man ein Drittel des Kübels mit frischem Substrat und drückt in der Mitte mit den Händen eine Mulde hinein. Dort platziert man die Yucca und füllt den Kübel dann mit Substrat auf. Um die Entstehung von Luftlöchern zu vermeiden, wird die Erde zwischendrin immer wieder angedrückt.

Schädlinge und Krankheiten der Yucca

Normalerweise wird die Palmlilie nur selten krank, wenn sie als Zimmerpflanze kultiviert wird. Dafür muss man aber mit einem Befall mit Schmier- oder Wollläusen rechnen. Aus diesem Grund sollte man sich die Pflanze regelmäßig genauer ansehen, um gegebenenfalls schnell einschreiten zu können. Einen Befall mit Läusen erkennt man an den weißen Gespinsten und Erhebungen in den Blattachseln und auf den Blättern selbst.

Damit sich die Schädlinge nicht auf andere Pflanzen ausbreiten können, muss die Yucca sofort isoliert werden. Dann tränkt man einen Lappen mit Spiritus und wischt die betroffenen Pflanzenteile damit sanft ab. Befinden sich nur vereinzelt Läuse an der Pflanze, kann man diese auch mit hochprozentigem Alkohol abtupfen. Am besten braust man die Yucca mehrmals über Kopf ab. Als Alternative zum Alkohol kann man auch eine Lösung aus Paraffinöl selbst herstellen. Man gibt dazu 12 Gramm des Öls in einen Liter Wasser und sprüht die Palmlilie damit alle zwei Tage komplett ein.

 

 

 

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