Rasen: entfernen, anlegen, säen und erneuern

Hand über neu ausgesätem Rasen
Unsere Tipps helfen, schlechten Rasen zu erneuern - © depositphotos.com @ mihtiander

In diesem Ratgeber möchten wir uns nicht nur mit dem Entfernen eines alten Rasens, sondern auch mit dem Anlegen, Säen und Erneuern einer Grünfläche beschäftigen. Wir zeigen Ihnen worauf es ankommt und nehmen jeden einzelnen Schritt genau unter die Lupe. Dank unserer Informationen werden Sie innerhalb kürzester Zeit zum Profigärtner. Nun zögern Sie nicht lange und durchstöbern Sie unseren informativen Ratgeber rund um den Rasen.

Altlasten geschickt entfernen – 4 Top-Optionen um den Rasen zu entfernen

Ist Ihr Rasen voller Moos, gleicht einem verwüsteten Schlachtfeld oder einer traurigen Brachlandschaft, dann bietet sich eine Rasen Neuanlage an. Bevor wir uns allerdings dem Neuanlegen widmen, sollten wir uns erst überlegen, wie wir den Rasen entfernen. Um den ausgedienten Rasen fachgerecht zu entfernen, haben Sie die Möglichkeit mehrerer Methoden. Welche das sind, erfahren Sie in den nachfolgenden Zeilen.

Option 1 – Den Rasen mit Hilfe von Muskelschmalz abtragen

Die einfachste Methode des Abtragens ist zugleich auch die mühsamste. Schließlich stellt der Spaten das einzige Arbeitsmaterial dar. Dies hat allerdings auch einen Vorteil, denn hier könnte lediglich die Entsorgung des Altrasens Kosten verursachen. Daher gilt diese Methode zwar als recht anstrengend aber besonders kostengünstig.

So gehen Sie vor:

  • Mähen Sie den Rasen so kurz wie nur möglich
  • Zunächst werden sämtliche Wurzelunkräuter wie beispielsweise Löwenzahn und Giersch mit einem Unkrautstecher entfernt
  • Im Anschluss wird die Grasnarbe mit dem Spaten angestochen
  • Zu guter Letzt den Spaten waagrecht unter die Grassode schieben. Nun heben Sie Stück für Stück heraus.

Damit der Rasen restlos abgetragen werden kann, müssen Sie die Grassoden mitsamt 9 bis 10 Zentimeter des Unterbodens erfassen. Sobald die Grasfläche entfernt ist, geht es an das Umpflügen. Um diesen Arbeitsschritt kommen Sie leider nicht herum, denn nur so ist sichergestellt, dass alle Wurzeln entfernt wurden.

Option 2 – Rasen entfernen durch Umpflügen

Mit Hilfe einer Rasenfräse können Sie den alten Rasen recht einfach entfernen. Dieses Gerät stellt eine besonders wirksame Arbeitshilfe dar. Es zerkleinert die gesamte Grassode innerhalb kürzester Zeit. Zugleich wird auch das Erdreich gründlich bis zu einer Tiefe von rund 80 Zentimeter aufgelockert. Allerdings ist diese Methode auch mit einem kleinen Nachteil verbunden, denn nicht nur klein gehäckselte Gräser, sondern auch sämtliches Unkraut wird auf der zukünftigen Rasenfläche verteilt.

Das Entfernen eines Rasens mit Hilfe einer Fräse ist nur dann sinnvoll, wenn anschließend direkt ein schnell wachsender Rasenersatz gesät wird. Wer seinen Rasen in eine Sumpf- oder Pferdewiese umfunktionieren möchte, der ist mit dem Umpflügen ebenfalls an der richtigen Stelle.

Option 3 – Die Rasenschälmaschine – unkompliziert und schnell zum Ergebnis

Dank der innovativen Rasenschälmaschine können unerwünschte Grünflächen durch einfaches Abziehen schnell und unkompliziert entfernt werden.

In den nachfolgenden Punkten verdeutlichen wir Ihnen wie einfach es doch sein kann, den alten Rasen los zu werden:

  • Bevor Sie sich an die Rasenschälmaschine machen, sollten Sie einen Gehörschutz, eine Schutzbrille, robuste Arbeitskleidung und stabile Schuhe anlegen.
  • Selbstfahrende Maschinen werden so positioniert, dass sie exakt an einer gewünschten Rasenkante mit dem Entfernen starten
  • Das vibrierende Messer des Rasensodenschneiders wird zügig Bahn für Bahn über den Rasen geführt

Im Anschluss könnte man beim Anblick des Rasens annehmen, es sei nichts weiter geschehen. Doch dem ist nicht so, denn tatsächlich lässt sich der alte Rasen jetzt in einzelnen Bahnen entfernen. Diese können zusammengerollt und anschließend entsorgt werden.

Option 4 – So entfernen Sie den Rasen ohne Ihr Zutun

Besonders geduldige Gartenliebhaber greifen gerne zu kostengünstigen aber langwierigen Methoden, wenn es um das Entfernen des Rasens geht. Sie werfen über die unansehnliche Grünfläche eine große lichtundurchlässige Plane. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass die Photosynthese darunter zum Erliegen kommt. Die Folge hieraus ist das Absterben sämtlicher Gräser und Unkraut. Nach rund 6 bis 24 Monaten ist das gewünschte Endergebnis zur Realität geworden. Die abgedeckte Grünfläche ist tatsächlich frei von jeglichen Vegetationen.

Vom Griff zu einem Total-Herbizid sollten Sie besser absehen. Anderenfalls sterben nicht nur die Gräser, sondern auch sämtliche Bodenorganismen im Wirkungsradius ab. Diese mächtige Chemiekeule kann dazu beitragen, dass das gesamte ökologische Gleichgewicht Ihres Gartens umkippt.

Rasen anlegen – Hilfreiche Tipps und Informationen

Große Rasenfläche ohne Moos
© depositphotos.com @ iriana88w

Wie bereits erwähnt geht es nach dem Entfernen des alten Rasens endlich an das Anlegen einer neuen Grünfläche. Zahlreiche Gartenbesitzer quälen sich hier mit Sorgen umher, doch das muss überhaupt nicht sein. Schließlich müssen Sie kein professioneller Gartenexperte sein, um einen sattgrünen und dichten Rasen Ihr Eigen zu nennen. Wir möchten Ihnen nun Schritt für Schritt vermitteln, wie und vor allem wann Sie Ihren neuen Rasen anlegen können.

Wer erst kürzlich mit dem Hausbau abgeschlossen hat, findet nur sehr selten dichtes Grün hinter dem neuen Eigenheim. Denken Sie allerdings stets daran, dass Sie den Rasen erst dann anlegen sollten, wenn sämtliche Bauarbeiten zu hundert Prozent erledigt sind. Anderenfalls leidet die Rasenneuanlage darunter. Schließlich zählt diese Fläche zu den unvermeidlichen Wegen des Grundstücks.

Rasen anlegen – Wann ist der perfekte Zeitpunkt dafür?

Im Grunde genommen können Sie die Rasenneuanlage beinahe das gesamte Jahr über durchführen, solange der Erdboden noch nicht gefroren ist.

Wer seinem Rasen die besten Startbedingungen in Hinsicht auf die Anwuchs Chancen bieten möchte, der sollte nachfolgende Kriterien beherzigen:

  • Der Boden sollte über eine Temperatur von mehr als 10 Grad Celsius verfügen.
  • Achten Sie darauf, dass extreme Klimaschwankungen vermieden werden. Besonders bedenklich ist ein Wechsel zwischen heiß und kalt sowie zwischen nass und trocken.
  • Wer einen neuen Rasen anlegen möchte, der sollte dies bestenfalls im Mai oder im September tun.

 

Warum sollte ich meinen Rasen im Mai oder im September anlegen? Ganz einfach – Beide Monate garantieren ausreichend Zeit, in der die neue Grünfläche sicher und fest anwachsen kann. Dank dieser Vorgehensweise können die etwas stressigeren Zeiten gemieden werden. In diesem Fall sprechen wir zum einen von der Spielsaison im Sommer und von der Kältewelle im Winter.

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Hilfreiche Tipps zur perfekten Rasenneuanlage

Damit der neuangelegte Rasen später gleichmäßig dicht wächst, müssen Sie bereits bei der Aussaat der Samen gewissenhaft sowie präzise arbeiten. Eine ungleichmäßige Verteilung bekräftigt die Bildung von Nestern oder kahlen Stellen. Bedauerlicherweise müssen derartige Fehler im Nachhinein mühsam ausgebessert werden.

Zum Rasen säen sollten Sie bestenfalls einen Streuwagen bevorzugen. Er erzielt ein gelichmäßiges Aussäen des Saatgutes. Sie sollten beim Aussäen der Samen zuerst längs und im Anschluss quer über die anzulegende Grünfläche fahren. Wer seinen Rasen von Hand aus säen möchte, der sollte für die Neuanlage einen windstillen Tag wählen. Anderenfalls wird das gesamte Saatgut vom Wind weggetragen.

Wissenswert: Im weiteren Verlauf des Ratgebers finden Sie natürlich auch noch einen ausführlicheren Abschnitt zum Thema „Rasen säen“.

Im Anschluss an das Aussäen muss die neuangelegte Grünfläche sanft bewässert werden. Hier empfehlen wir einen sogenannten Viereckregner. Der Gartenschlauch ist hierfür eher weniger geeignet, denn der harte Wasserstrahl spült die leichten Rasensamen fort. Folge hieraus ist eine ungleich dichte Grasnarbe. Ebenso wichtig ist das regelmäßige feucht halten des frisch angelegten Rasens. Diese Regel gilt so lange, bis die Rasensamen komplett gekeimt und angewachsen sind.

Rasen säen – Wichtige Infos für eine erfolgsversprechende Aussaat

Bevor wir uns dem eigentlichen Thema widmen sollten Sie unbedingt wissen, dass Grassamen zur rechten Zeit ausgestreut werden wollen. Dies gilt nicht nur für Neuanlagen, sondern auch für Nachsaaten oder Reparaturen. Wann der richtige Zeitpunkt für die Aussaat gekommen ist, entnehmen Sie den nachfolgenden Zeilen.

Wann Rasen säen? Der optimale Zeitpunkt für die Einsaat einer neuen Grünfläche

Wie Sie bereits einige Zeilen weiter oben erfahren haben, gibt es jährlich zwei mögliche Zeitfenster für die Rasenaussaat.

Damit die Rasensamen unter den besten Startbedingungen gedeihen können, kommen prinzipiell nur die nachfolgenden Termine infrage:

  • Das Säen eines Rasens sollte erst im Frühling vorgenommen werden, denn zu diesem Zeitpunkt hat der tiefgründige Boden eine Temperatur von 10 Grad Celsius
  • In der Regel beginnt das erste Zeitfenster zum Rasen säen zwischen Ende April und Anfang Mai
  • Der zweite mögliche Termin starten Mitte September und läuft häufig bis in den Oktober hinein

Während den heißen Sommermonaten sollten Sie von der Rasenaussaat besser Abstand nehmen, denn die hohen Temperaturen machen dem Saatgut das Leben schwer. Nicht zu vergessen ist dabei die extrem trockene Erde.

Rasen nachsäen – welcher Termin eignet sich für die Nachsaat?

Gleicht der Rasen einem kahlen Schlachtfeld, so kann eine rechtzeitige Nachsaat das Manko beheben. Statt einer kompletten Neuanlage, können Sie kleine Ausbesserungen auch bequem und unkompliziert per Hand durchführen. Zwei Mal pro Saison haben Sie die Möglichkeit Ihrer Grünfläche zu neuer Schönheit zu verhelfen, indem Sie einfach Rasen nachsaen.

Im Nachfolgenden erfahren Sie, wie Sie mit Sicherheit Erfolg haben werden:

  • Zwischen April und Juni kann der beanspruchte Rasen das Saatgut besonders gut aufnehmen
  • Es sollten keinerlei Fröste mehr zu befürchten sein
  • Ebenso sollte der Boden bis zu 15 Zentimeter Tiefe aufgetaut sein
  • Alternative Zeitfenster stellen die Monate von September bis Anfang Oktober dar. In diesem Fall keimt und gedeiht das Saatgut im angenehm temperierten Boden

Möchte Sie den Grassamen eine ausreichend lange Zeit des Wachstums und der Wurzelbildung gönnen, dann sollten Sie den Rasen im Frühjahr säen. Bevorzugen Sie den Termin im frühen Herbst, dann sorgt der natürliche Regen für die regelmäßige und wichtige Bewässerung.

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Rasen säen – Weitere hilfreiche Tipps und Tricks

Möchten Sie die Bodenqualität für das Saatgut optimieren, dann greifen Sie zu Vitalkalk oder Gesteinsmehl. Beide Pflegemittel können wahre Wunder im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten leisten. Langjährige Gartenexperten und Hobbygärtner testen vorab den pH-Wert der zukünftigen Grünfläche. Liegt dieser unter dem Idealergebnis von 6 bis 7, dann ist das Erdreich zu sauer für eine üppige Rasenfläche. Wer hier für Abhilfe sorgen möchte, der greift einfach zu hochwertigem Rasenkalk.

Rasen erneuern – So gelingt es einfach und unkompliziert!

Ihre Grünfläche gleicht einem unschönen Moos- und Unkrautrasen? Kein Problem, denn wir zeigen Ihnen wie Sie Ihren Rasen erneuern können.  Die meisten Gartenbesitzer stellen sich unter dem Erneuern eines ungepflegten Rasens eine langwierige sowie schweißtreibende Arbeit vor. Doch dem ist nicht so – Der gefürchtete Spaten kann unangerührt im Gartenschuppen verweilen. Warum? Ganz einfach – Das Erneuern eines Rasens gelingt auch komplett ohne Umgraben. Wir zeigen Ihnen wie.

Schritt 1 – Die zu erneuernde Grünfläche tief abmähen

Möchten Sie Ihren Rasen erneuern, dann sollten Sie die Grasnarbe zu Beginn so kurz wie möglich abmähen. Hierfür stellen Sie Ihren Rasenmäher auf die niedrigste Stufe. So erreichen Sie schnell die gewünschte Grashalmlänge. Sind Sie lediglich in Besitz eines kleinen Elektromähers, dann sollten Sie einen hochwertigen und leistungsstarken Benzin-Rasenmäher erwerben. Wer nicht direkt in ein eigenes Gerät investieren möchte, der kann natürlich auch einen derartigen Rasenmäher ausleihen. Viele Hobbygärtner fragen sich an dieser Stelle vermutlich ob das wirklich notwendig ist? Ja das ist es, denn die Leistungsanforderungen sind beim Erneuern eines Rasens deutlich höher als beim herkömmliche Rasenmähen.

Für den Erneuerungsvorgang muss der Rasen nun vertikutiert werden. Anders als beim herkömmlichen Vertikutieren muss das Gerät hier möglichst tief eingestellt werden. Die rotierenden Messer sollten einige Millimeter tief in den Erdboden einschneiden. Nachdem die alte Grünfläche einmal in Längsbahnen vertikutiert wurde, fahren Sie diese noch einmal quer zur eigentlichen Fahrtrichtung ab. Dieser ausführliche Arbeitsschritt sorgt dafür, dass sämtliches Unkraut und Moss optimal entfernt wird. Wer nach dem ersten Vertikutieren noch vereinzelte Unkrautnester auffindet, der sollte diesen Arbeitsschritt nochmals wiederholen. Im Anschluss säubern Sie Grünfläche und entfernen sämtliche Überreste des Vertikutiervorgangs.

Befinden sich auf Ihrer Rasenfläche leichte Unebenheiten, dann können Sie diese durch das Auftragen dünner Mutterbodenschichten ausgleichen. Beachten Sie allerdings, dass diese Schicht nicht höher als 10 Zentimeter sein darf.

Schritt 2 – Die Samenaussaat mit dem Streuwagen

Für die Rasenrenovierung säen Sie nun spezielle Rasensamenmischungen aus. Ungeübte Gärtner sollten von der Handaussaat besser absehen und einen Streuwagen verwenden. Dieser stellt bei der Renovierung einer Rasenfläche eines der wichtigsten Gartengeräte dar. Er sorgt für eine gleichmäßige und lückenlose Verteilung des Saatgutes. Im Anschluss an die Aussaat greifen Sie nun zu einem Spezial-Start-Rasendünger. Dieser verfügt über einen besonders hohen Phosphor Anteil. Ebenso ist der enthaltene Stickstoff in einer schnell wirkenden Harnstoffverbindung gebunden. So gelingt die Rasenerneuerung im Nu.

Damit das Saatgut nicht austrocknet, sollten Sie es mit einer dünnen Humusschicht abdecken. Hierfür können Sie natürlich herkömmliche Blumenerde nutzen. Streuen Sie diese mit Hilfe einer Gartenschaufel aus. Anschließend können Sie die ausgestreute Humusschicht mit einem feinen Besen gleichmäßig verteilen. Grundsätzlich sollte die Deckschicht an jeder Stelle rund fünf Millimeter stark sein.

Schritt 3 – Die gründliche Bewässerung des erneuten Rasens

Im letzten Arbeitsvorgang wird der erneute Rasen gründlich mit einem Regner gewässert. Schließlich benötigen die Rasensamen einen guten Bodenschluss, denn nur bei Erfüllung dieser Voraussetzung ist ein hervorragendes Keimen gewährleistet. Wer in Besitz einer Rasenwalze ist, kann die erneuerte Fläche zuvor noch leicht verdichten. Dieser weitere Arbeitsschritt ist allerdings nicht zwingend notwendig.

Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, dass die renovierte Grünfläche in den kommenden Wochen keinesfalls austrocknet. Verfärbt sich die Pflanzenerde an der Oberfläche hellbraun, dann müssen Sie diese zügig wässern. Bei günstigen Wetterverhältnissen sieht die Rasenfläche innerhalb zwei bis drei Monate wieder wie neu angelegt aus.

 

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