Bayrisches Flair mit Dachschindeln aus Holz

Holzdach mit Lärchenholz
Ein Holzdach ist ein echter Hingucker - © depositphotos.com @ gallofoto

Holz auf dem Dach. Insbesondere für Städter mag dieser Gedanke in der heutigen Zeit absurd sein. Dabei ist Holz ein hervorragender biologischer Baustoff, der sich optisch ansprechend von dem Einheitsbrei typischer Dachschindeln abhebt. In diesem Artikel erklären wir, was es mit Dachschindeln aus Holz zu beachten gibt.

Die Anforderungen

Gute Holzschindeln auf dem Dach müssen drei Kriterien erfüllen, um auch noch ein paar Jahren keine Probleme zu verursachen.

  1. Das Holz muss eine gute Spaltbarkeit aufweisen (Erklärung unten)
  2. Das Holz muss pilzwidrige Inhaltsstoffe aufweisen
  3. Das Holz muss feinjährig sein, was bedeutet, dass die Jahresringe des Holzes möglichst nach und gleichmäßig beieinander liegen.

Welches Holz?

Aufgrund dieser Anforderungen kommt nicht jede Holzart noch in Frage. Fichte, Lärche, Tanne und Eiche sind jedoch zum Beispiel gut geeignet. Insbesondere Lärchenholz aus den Alpen eignet sich hervorragend. Aufgrund seines hohen Anteils an Harz zählt es zu den langlebigsten Holzarten in den Alpen und auch optisch ist Lärchenholz ein echter Hingucker.

Lebensdauer

Je nach Holzart und Verwendung ist die Lebensdauer von Holzschindeln unterschiedlich. Für ein Dach mit ca. 35 Grad Neigung kann man bei Lärchenholz von ca. 35-40 Jahren ausgehen, wohingegen Fichten- oder Tannenschindeln nur 15-20 Jahre halten. Auch hier spricht aufgrund der Langlebigkeit also eine Verwendung von Lärchenholz als Dachschindel.

Warum wird das Holz gespalten?

Dachschindeln aus Holz werden gespalten und nicht geschnitten. Dies hat den Grund, dass bei einer glatten Schnittkante die Schindeln press aufeinander liegen. Pilze haben so einen idealen Nährboden und das Holz würde ganz schnell Schaden nehmen.

Durch die Spaltung jedoch ist das Holz ungleichmäßig und es entstehen natürliche schmale Zwischenräume, die zu einer guten Belüftung führen.

Darüber hinaus, und das ist ein ganz wichtiger Punkt, passt sich eine gespaltene Holzschindel der Witterung an.

Eine durchfeuchtete Schindel beginnt, sobald die Sonne sie erwärmt, sich konkav zu verformen. Während oben auf der Schindel die Feuchtigkeit schwindet, ist diese unterhalb noch Nass und aufgequollen. Die Schindel hebt sich an den Rändern also leicht an, so dass die Feuchtigkeit auch unterhalb abtrocknen kann.

Der gleiche Vorgang geht andersherum von statten, sobald es zu regnen beginnt. Die Oberseite der Schindel wird nass und die konkave Form wird aufgegeben. Die Schindelseiten schmiegen sich wieder eng an den Untergrund an.

Betriebe mit Erfahrung beauftragen

Die Montage von Dachschindeln aus Holz ist nicht einfach. Es empfiehlt sich, einen spezialisierten Betrieb mit reichlich Erfahrung zu beauftragen.

Fazit

Holzschindeln auf dem Dach (oder auch an der Fassade) sind mit Sicherheit ein optisches Highlight. Die Langlebigkeit von Holz, die Nachhaltigkeit des Naturstoffes, aber auch die Witterungsbeständigkeit sprechen für sich. Sollten Sie also in nächster Zeit mit dem Gedanken spielen, ihr Dach zu decken, so möchten wir Ihnen ans Herz legen, sich doch einmal näher mit der Möglichkeit eines Holzdaches zu beschäftigen.

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