Gartenteich anlegen – die Teichpumpe

Gartenteich mit Brücke
Auch ein kleiner Gartenteich benötigt eine Teichpumpe - © depositphotos.com @ ollikainen

Für viele Gartenbesitzer ist ein eigener Gartenteich das i-Tüpfelchen in einem perfekten Garten. Wer schon einmal den Arbeitsalltag eines heißen Sommertages in Ruhe an einem Gartenteich hat ausklingen lassen, der weiß wovon ich rede. Die Sonne neigt sich dem Horizont entgegen und spiegelt sich vielleicht sogar im Wasser. Ein paar Insekten schwirren über dem Wasser, vielleicht sieht man unter der Oberfläche ein paar Fische und möglicherweise steht ein Glas Wein auf dem Tisch oder der Grill glüht durch.

Die richtige Pumpe – Kriterien

Damit der Teich aber auch nach ein paar Jahren noch so schön bleibt, wie er zu Anfang war, ist die Auswahl der richtigen Teichpumpe von immenser Wichtigkeit. Nicht nur die Art des Teiches ist bei der Entscheidungsfindung wichtig, sondern auch die Größe, Tiefe und Lage.

Folgende Kriterien sollten Sie sich auf einem Blatt Papier notieren, damit Sie die Anforderungen zur Hand haben, wenn Sie verschiedene Teichpumpen vergleichen:

Die Pumpleistung

Welche Förderleistung muss die Teichpumpe haben? Als Faustregel gilt, dass der gesamte Teichinhalt alle 2 Stunden einmal umgewälzt werden sollte. Ein 20 m³ Teich sollte also mit einer Pumpe ausgestattet werden, die 10.000 Liter / Stunde leistet.

Die Förderhöhe

Insbesondere bei kleineren Pumpen gilt es, auf die Förderhöhe zu achten. Pumpen für groß dimensionierte Teiche haben in der Regel sowieso eine hohe Leistung und schaffen entsprechende Förderhöhen daher praktisch automatisch.

Länge des Stromkabels

Notieren Sie sich, wie weit die nächste Steckdose vom Aufstellpunkt der Pumpe entfernt ist. Natürlich kann man mit Verlängerungen arbeiten, aber eine Teichpumpe muss für einen sauberen Teich 24 Stunden am Tag laufen. Jede Verlängerung ist eine potentielle Gefahrenquelle für Ausfälle und Kurzschlüsse.

Welcher Filter wird verwendet?

Denken Sie an die Art Ihres Filters. Sind Sie gerade erst bei der Planung eines Teiches, so machen Sie sich vorab Gedanken, welche Filterart Sie verwenden wollen. Ein Sandfilter, durch den die Pumpe das Wasser drücken muss, benötigt zum Beispiel eine wesentlich höhere Pumpleistung, als eine Schwerkraftfilteranlage.

Weitere Überlegungen

Im Ladengeschäft, bzw. auch beim Kauf einer Teichpumpe im Internet (z.B. auf dieser Fachseite), sollten Sie dann auch diese Punkte achten:

Qualität und Garantie

Eine Teichpumpe muss 7-8 Monate im Jahr über 24 Stunden am Tag laufen, um den Teich wirklich sauber zu halten. Nur bei Frost wird die Pumpe abgeschaltet.
Bei diesen Laufleistungen ist hohe Qualität immens wichtig. Lesen Sie sich im Internet Tests und Rezensionen durch und fragen Sie den Verkäufer nach Garantieleistungen und seine Erfahrungen.

Stromverbrauch

Nicht zu unterschätzen ist auch der Stromverbrauch einer Teichpumpe bei großen Teichen, wie z.B. einem Schwimmteich. Bei Durchschnittlich 26-30 Cent Kosten pro Kilowattstunde fallen bei einem Verbrauch von 50 Watt mehr gegenüber einer anderen Pumpe täglich rund 30-35 Cent Mehrkosten an. Das hört sich wenig an, aber aufs Jahr gerechnet sind das 70-80 EUR Kosten, die sich vermeiden lassen.

Sicherheit

Gerade für kleinere Teiche werden im Handel auch 12 Volt Anlagen angeboten. Hier ist die Gefahr eines potentiell tödlichen Stromschlages bei Defekt nicht mehr groß, denn 12 Volt sind im Grunde harmlos. Ausnahmen gibt es höchstens bei bestehendem Herzfehler, Herzschrittmacher, etc.

Lautstärke

Vor allem wenn der Teich sich in der Nähe des Schlafzimmerfensters befindet, ist die Lautstärke einer Pumpe auch von Bedeutung. Insbesondere wer fernab von Autoverkehr, etc. wohnt, der kann des Nachts im Sommer bei offenem Fenster durchaus auch ein leises Brummen der Pumpe als störend empfinden.

Der Betrieb einer Teichpumpe

Auch wenn die Teichpumpe gekauft und installiert ist, darf sie nicht vergessen werden. Zunächst ist festzuhalten, dass die Pumpe durchgehend laufen sollte. Insbesondere bei Fischbesatz ist die Pumpe für ausreichend Sauerstoff im Teich verantwortlich. Gerade nachts, wenn die Pflanzen im Teich aufgrund des fehlenden Sonnenlichts keinen Sauerstoff produzieren, ist die Umwälzung des Wassers nötig. Durch diese Umwälzung entstehen Bewegungen an der Oberfläche und dort kann das Wasser Sauerstoff aufnehmen. Bei einer ruhenden Oberfläche ist dies nicht möglich.

Im Winter hingegen, wenn sich die Außentemperaturen dem Frost nähern und die Wassertemperatur auf 6 Grad Celsius sinkt, muss die Pumpe ausgeschaltet werden. Ansonsten wird das warme Wasser immer wieder durch die Pumpe an die Oberfläche umgewälzt und der Teich kühlt zu schnell aus.

Auch die Pflege und Wartung einer Teichpumpe darf man nicht vergessen. Dies geschieht im Winter, wenn die Pumpe wegen Frost außer Betrieb genommen wird. Dann wird die Teichpumpe soweit wie möglich gereinigt und auf Defekte untersucht. Anschließend sollte sie trocken gelagert werden, damit sich keine Keime bilden. Vor dem nächsten Einsatz im Frühjahr sollte sie dann noch einmal überprüft und gut durchgespült werden. Eine Desinfektionslösung bietet sich an, ist aber kein Muss. Wichtig: nach dem Desinfizieren gut durchspülen, damit die chemischen Stoffe der Lösung nicht in den Teich gelangen und dort das Ökosystem schädigen.

Fazit

Eine Teichpumpe kauft man nicht mal eben. Neben einigen Vorüberlegungen sind auch Qualität und Preis entscheidend. Mit Hilfe unseres kleinen Ratgebers wissen Sie nun aber, worauf Sie achten müssen.

 

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