Massivholzküchen wieder im Trend

Massivholzküche mit Kochinsel
Eine Vollholzküche lässt sich auf Maß in den Raum einfertigen - © depositphotos.com @ iriana88w

Nachdem die letzten Jahre die Küchenprospekte häufig von Hochglanzküchen mit lackierten Fronten dominiert wurden, werden Küchen aus Holz in letzter Zeit wieder beliebter. Nicht zuletzt deshalb, weil immer mehr Verbraucher auf die Nachhaltigkeit von Holz setzen und der nachwachsende Rohstoff ein gutes Gewissen bereitet. Wir erklären worauf bei Massivholzküchen zu achten ist.

Die Vorteile einer Holzküche

Wer sich bewusst für eine Holzküche entscheidet, der legt in der Regel Wert auf die Gemütlichkeit, die eine Holzküche ausstrahlt. Viele Menschen haben erkannt, dass in der Küche nicht nur gekocht wird, sondern diese häufig auch Mittelpunkt des Familienlebens ist.

Die Käufer sind in der Regel bereit, einen höheren Preis für Massivholz zu bezahlen. Nicht zuletzt sind Holzküchen schadstofffrei und verbessern das Raumklima.

Kurz erklärt: die unterschiedlichen Küchenarten

In den Prospekten liest man oft verschiedene Angaben. Da ist von Vollholzküche, Echtholzküche und Massivholzküche die Rede. Aber wie unterscheiden sich die verschiedenen Küchen tatsächlich?

Echtholzküche

Fangen wir mit der Echtholzküche an. Diese besteht tatsächlich in der Regel aus einem MDF-Korpus, der nur mit Echtholz-Furnier bestückt wird. Entsprechend wenig wiegen die einzelnen Bauteile der Küche und der Preis ist auch nicht deutlich höher, als herkömmliche Küchen. Bei der Echtholzküche können die Fronten nicht abgeschliffen werden, wenn sie unschön oder beschädigt sind.

Massivholzküche

Die Massivholzküche besteht bei allen sichtbaren Teilen aus Vollholz. Einige nicht sichtbare Elemente, wie zum Beispiel Rückwände oder Schubladenböden können aus einfachen Tischlerplatten oder billigen Hölzern bestehen. Dies wird aus Kostengründen so gebaut, bei einer fertig gebauten Küche kann der Besitzer im täglichen Nutzen keinen Unterschied zu einer voll Holzküche feststellen.

Vollholzküche

Die Vollholzküche besteht, wie der Name es schon hergibt, komplett aus Holz. Die Vollholzküche ist sehr schwer, was man bei einem Umzug berücksichtigen muss. Sofern man die Vollholzküche nicht im Erdgeschoss aufbauen will, sollte zudem ein Statiker hinzugezogen werden, der prüft ob die Deckenkonstruktion die Küche tragen kann.

Tipp: wer eine Vollholzküche bestellt, der sollte sich beim Küchenfachbetrieb die Norm DIN 68871 bescheinigen lassen. Nur dadurch ist gewährleistet dass die komplette Küche aus ausschließlich einer einzigen Holzart gefertigt wird.

Altholzküche

Als Sonderfall gibt es noch die sogenannte Altholzküche. Hierbei werden die Schränke aus alten Holzbalken gefertigt. Diese stammen zum Beispiel aus alten Scheunen, abgerissenen Häusern und ähnlichem. Komplett aufgearbeitet sehen diese Küchen wunderschön aus und verstrahlen einen tollen Charme.

Vollholzküchen – unendliche Variationen

Wenn ein Profi-Küchenbetrieb eine Vollholzküche fertigt, so sind den eigenen Wünschen keine Grenzen gesetzt. Runde und gewölbte Fronten, Maßanfertigung en und perfekt in den Raum eingearbeitete Möbel sind ebenso möglich, wie zum Beispiel der Mix aus verschiedenen Holzsorten.

Fazit

Gerade wer ein Eigenheim besitzt und nicht mit einem Umzug rechnen muss, der sollte über eine Massivholzküche oder Vollholzküche nachdenken. Der höhere Preis wird wettgemacht durch Qualität, Optik und Langlebigkeit.

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