Anbau und Verwendung des Bockshornklees

Bockshornklee
Bockshornklee ist gesund - © depositphotos.com © depositphotos.com

 

Der relativ unscheinbare Bockshornklee ist nicht nur für kulinarische Genüsse eine enorme Bereicherung, denn die einjährige krautige Pflanze bietet auch in der Naturmedizin ein breites Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen und der Naturheilkundler Sebastian Kneipp verwiesen schon auf die ausgezeichnete Wirkung des Griechischen Heus als natürliches Mittel gegen vielzählige Gebrechen. Dieser Ratgeber informiert über die Nutzung des Bockshornklees als Heilpflanze und liefert Tipps zum Anbau im eigenen Garten.

Der Bockshornklee und seine Heilungskräfte

Der Bockshornklee wurde bereits in der Kupfersteinzeit angebaut und seitdem für vielseitige Zwecke genutzt. Aufgrund der unter anderem entzündungshemmenden Wirkung ist die Heilpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler bis zur heutigen Zeit ein wichtiger Bestandteil der alternativen Medizin.

Für gesundheitsfördernde Zwecke verwendet man in der Naturheilkunde hauptsächlich die blühenden Spitzen und getrockneten Samen des Bockshornklees, welche für die innere sowohl als auch die äußere Anwendung dienen. Die Heilpflanze wird beispielsweise bei Erkrankungen der Atemwege, Ekzemen und Geschwüren auf der Haut und Verdauungsstörungen eingesetzt.

Da dass vielseitig nutzbare Kraut obendrein scheinbar noch den Blutzucker senkt, ist Bockshornklee ebenso für Diabetiker äußerst wertvoll. Die anregende Wirkung von Bockshornklee kann auch bei Appetitlosigkeit helfen. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der heilsamen Pflanze zählen Saponin, Eisen, Schleimstoffe, Phosphor und ätherische Öle.

Die Anwendung des Bockshornklees

Für die äußerliche Behandlung zum Beispiel entzündeter Stellen der Haut werden Bockshornsamen mit etwas Wasser aufgekocht und zu einer breiigen Masse verrührt. Der warme Brei wird anschließend auf die erkrankte Hautfläche aufgetragen und mit einem Tuch aus Baumwolle oder Leinen bedeckt. Für die innere Anwendung können die Samen zerkleinert mit ein wenig Flüssigkeit eingenommen werden. Auch die Zubereitung zerstoßender Samen als Tee ist weit verbreitet, besonders um Atemwegserkrankungen zu lindern. Der gekochte Brei aus den Samen des Bockshornklees wird von einigen stillenden Müttern verzehrt, da die Heilpflanze die Milchproduktion anregt.

Der Anbau von Bockshornklee im heimischen Garten

Bockshornklee ist mittlerweile auch in Deutschland beheimatet, sodass der Anbau der Heilpflanze ganz einfach im eigenen Garten erfolgen kann.

Bei der Auswahl des Standorts sollte ein geschützter, sonniger und trockener Ort auserkoren werden. Als Pflanzuntergrund ist ein lehmiger, trockener Boden zu empfehlen. Stark stickstoffhaltiger Dünger wie Hornspäne ist für den Anbau von Bockshornklee ungeeignet. Bockshornklee kann auch auf stark versalzten Untergründen wachsen und dient der Entsalzung des Bodens.

Vor der Aussaat sollte die Erde der ausgewählten Fläche umgegraben und grobe Klumpen zerkleinert werden. Die Bockshornkleesamen werden bei günstigen Witterungsverhältnissen meist zwischen April und Juni direkt ins Freie ausgesät.

Bei mehreren Reihen im Beet sollte zwischen diesen ein Abstand von mindestens 20 Zentimetern vorgesehen werden. Da die Samen des Bockshornklees im Dunkeln keimen, müssen sie mit Erde überdeckt beziehungsweise circa einen Zentimeter tief in den Boden gesteckt werden.

Nach der Aussaat sollte das Substrat bis zur Keimung feucht gehalten werden. Bei trockenem oder zu nassem Boden ist eine erfolgreiche Keimung unwahrscheinlich. Bei Bedarf kann ein Schutz vor räuberischen Vögeln sinnvoll sein.

Die Sprossen des Bockshornklees können schon wenige Tage nach dem Aufgehen der Saat geerntet und direkt verzehrt werden. Für eine Ernte der Samen muss man sich ungefähr 12 Wochen gedulden.

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