Zeit für Veränderung – die neue Wohnung einrichten

Nach dem Streichen der Wände wird die Deko geplant
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Es ist meist spannend, eine neue Wohnung nach einem Umzug einzurichten. Das Abenteuer beginnt mit einer leeren Leinwand und unendlichen Möglichkeiten. Einerseits kann man vieles neu machen, andererseits sind natürlich die alten Möbel und Deko-Stücke noch vorhanden. Lassen Sie uns Schritt für Schritt durchgehen, wie Sie Ihr neues Zuhause in eine Oase der eigenen Persönlichkeit verwandeln können.

Vorüberlegungen zur Einrichtung einer neuen Wohnung

Bereits vor dem Umzug kennt man in der Regel die neue Wohnung und kann sich erste Gedanken machen. Bevorzugt man alle Wände in der neuen Wohnung schlicht in Weiß oder sind farbige Räume, bzw. nur farbige Akzente an einigen Wänden gewünscht? Ist die neue Wohnung so nah, dass die Renovierung schon vor dem Umzug möglich ist oder zieht man einige Hundert Kilometer weit weg und beginnt erst nach dem Umzug mit der Renovierung?
Wie sollen die Möbel gestellt werden? Tipp: hier lohnt es sich, eine Skizze von jedem Zimmer zu machen und an die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens zu verteilen. Dann wissen die bereits, welche Möbel in welche Räume kommen.

Ist das Umzugsunternehmen aus dem Haus, beginnt in der Regel die eigentliche Arbeit des Einrichtens. Dazu haben wir einige Anregungen, damit diese Aufgabe auch tatsächlich gelingt.

Seinen eigenen Stil finden

Die Wände – bunt und aufregend oder eher schlicht?

Bei den Tapeten und farbigen Wänden sind die Farbpsychologie und Raumwirkung zu berücksichtigen. Warme Farben können beispielsweise gemütlich wirken, während kühle Farben eine beruhigende Wirkung haben können. Moderne Tapeten gibt es in einer Vielzahl von Motiven, Mustern, Texturen und Farben. Hier hat man von Fototapeten über eleganten Damastmustern bis hin zu modernen geometrischen Designs sehr viel Auswahl.

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Deko – das alte neu zur Geltung bringen

Häufig hat man aus der alten Wohnung bereits eine Sammlung an Deko-Objekten, die mit besonderen Erinnerungen oder Emotionen verbunden sind. Diese persönlichen Gegenstände können nahtlos in die Gestaltung der neuen Wohnung einfließen. Hier gilt es, sich bewusst für Gegenstände zu entscheiden, die wirklich etwas bedeuten.

Durch die Anordnung in Gruppen, das Spiel mit Höhen und die Nutzung von Kontrasten lässt sich eine harmonische und dennoch dynamische Dekoration kreieren.

Tipp: Deko-Elemente mit dem Lauf der Jahreszeiten zu wechseln, bringt Abwechslung herein und lässt die Wohnung stets frisch und lebendig wirken.

Egal, ob Bilder, Kerzen, Kissen, Vasen oder kleine Skulpturen – jedes Deko-Objekt hat das Potenzial, ein Statement zu setzen und den Raum zu bereichern. Es ist dabei weniger eine Frage des Quantitativen, sondern vielmehr des Qualitativen. Es geht darum, ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, das Persönlichkeit ausdrückt und zum Wohlfühlen einlädt.

Die Beleuchtung schafft Atmosphäre

Die Auswahl der Lampen hängt nicht nur vom gewünschten Stil und Design ab, sondern auch vom Lichtbedarf des jeweiligen Raumes. Dabei können unterschiedliche Lichtquellen kombiniert werden, um ein vielseitiges Lichtkonzept zu schaffen. Direktes Licht, wie es zum Beispiel von einer Leselampe ausgeht, eignet sich hervorragend für Aktivitäten, die eine klare Sicht erfordern. Es schafft helle, fokussierte Lichtinseln, die gezielt Bereiche oder Gegenstände beleuchten. Indirektes Licht hingegen, das von der Decke oder den Wänden reflektiert wird, erzeugt eine weiche, diffuse Beleuchtung, die für eine entspannte, gemütliche Atmosphäre sorgt. Mit Akzentbeleuchtung lassen sich bestimmte Bereiche oder Gegenstände hervorheben, um sie in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Kunstwerk, ein besonderes Möbelstück oder auch um eine Pflanze handeln.

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Darüber hinaus gilt es, auch die Farbtemperatur der Leuchtmittel zu berücksichtigen. Warmweißes Licht wirkt gemütlich und einladend und eignet sich daher besonders gut für Wohn- und Schlafbereiche, während kaltweißes Licht, das dem Tageslicht ähnlich ist, eher in Arbeitsbereichen oder in der Küche zum Einsatz kommt.

Pflanzen in der Wohnung sorgen für Wohlfühlstimmung

Blumen und Pflanzen können ein Gefühl von Leben und Frische in das Zuhause zu bringen. Sie sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern haben auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile, wie die Verbesserung der Luftqualität und die Verringerung des Stresslevels.

Grünpflanzen wie Farne, Efeu oder Philodendren sind für ihre Robustheit und ihre Fähigkeit, in relativ dunklen Umgebungen zu gedeihen, bekannt. Sukkulenten und Kakteen hingegen bevorzugen hellere Standorte und benötigen weniger Wasser. Blühende Zimmerpflanzen wie Orchideen, Azaleen oder Anthurien können mit ihren bunten Blüten farbliche Akzente setzen und für gute Laune sorgen.

Neben den Pflanzen selbst spielen auch die Pflanzengefäße eine wichtige Rolle. Sie sollten nicht nur groß genug sein und eine gute Drainage ermöglichen, sondern können auch als gestalterisches Element genutzt werden, um den persönlichen Einrichtungsstil zu unterstreichen.

Pflanzen können zum Beispiel auf Fensterbänken, Regalen oder Beistelltischen platziert oder in hängenden Töpfen von der Decke herabhängen. Einige Pflanzen eignen sich auch hervorragend als Raumteiler oder können genutzt werden, um unschöne Ecken zu verstecken.

Fazit

Die Einrichtung einer neuen Wohnung mit den vorhandenen Möbeln schränkt einerseits ein, bietet aber andererseits auch eine gute Möglichkeit, sich selbst neu zu erfinden. Mit etwas Planung und Kreativität kann jeder seine eigene Wohlfühloase schaffen.