Kamin reinigen – gewusst wie!

Feuer im offenen Kamin
So schön ein offener Kamin auch ist - er muss regelmäßig gereinigt werden - © depositphotos.com @ olinchuk

Kamine spenden in der kalten Jahreszeit nicht nur eine behagliche Wärme, sondern strahlen durch ihren bloßen Anblick bereits pure Gemütlichkeit aus. Heute sind offene Kamine wieder sehr beliebt, da sie jedes Heim aufwerten. Wer einen offenen Kamin sein Eigen nennt, der muss ihn allerdings auch regelmäßig pflegen, um die Bildung von Ruß und anderen unangenehmen Nebenerscheinungen zu vermeiden. Doch wie geht man bei der Reinigung des Kamins am besten vor?

Der Funkenschutz

Der sogenannte Funkenschutz ist ein Gitter aus Metall, welches effektiv vor einem Versprühen von Funken schützt. Diese Vorrichtung stellt dabei nicht nur eine sichere Barriere dar, um die Umgebung vor den glühenden Partikeln zu schützen, sondern erleichtert auch die Pflege sowie Reinigung rund um den offenen Kamin. Schmutz, Asche und kleine Holzstücke, welche gar nichts erst in den Raum gelangen, müssen später auch nicht mühsam entfernt werden.

Das richtige Kaminbesteck

Einen offenen Kamin zu befeuern macht noch viel mehr Spaß, wenn man über hochwertiges Kaminbesteck verfügt. Zu einem guten Set gehören mindestens ein Handbesen, eine Kehrschaufel mit langem Griff, ein Blasebalg, eine Kaminzange und ein Schürhaken. Natürlich gibt es auch diverse Sets, welche über mehr Teile verfügen – diese bieten in der Regel noch mehr Komfort, doch für den Anfang reichen die genannten Werkzeuge völlig aus. Kaminbesteck wird in der Regel aus Edelstahl, Schmiedeeisen oder Messing gefertigt, weil diese Materialien feuerfest sind. Wer auch an dieser Stelle Wert auf eine hochwertige Optik legt, der kann sich ein Besteck aus schwer entflammbarem Edelholz zulegen.

Der Aschesauger für einen sauberen Kamin

Um effektiv Rückstände aus dem offenen Kamin zu entfernen, eignen sich sogenannte Aschesauger, wie man sie auf dieser Fachseite über Aschesauger finden kann. Nach jeder Benutzung bleiben Aschereste im Kamin zurück, welche über kurz oder lang entsorgt werden müssen. Wird Wert darauf gelegt, dass diese Aufgabe möglichst wenig Aufwand und vor allem Dreck macht, so ist der Aschesauger ein essenzielles Werkzeug. Das Gerät funktioniert im Prinzip wie ein ganz normaler Staubsauger – es hat lediglich etwas mehr Power und natürlich einen stärkeren Filter, damit beim Saugen kein Ruß in die Wohnräume gelangt.

Kaminanzünder

Anzünder sind ein weiteres Hilfsmittel, welche zwar nicht der Reinigung dienen, jedoch trotzdem relevant sind, um den Kamin effektiv nutzen zu können. Natürlich kann man ein gemütliches Feuer auch ganz klassisch mit einem Stück Zeitung in Gang bringen, doch zuverlässiger funktioniert das mit einem Kaminofenanzünder. Hier gibt es zum einen die Variante auf der Basis von Wachs und zum anderen die Version auf Petroliumbasis.

Inzwischen gibt es auch Kaminanzünder aus Holzwolle, welche besonders gute Anzündeeigenschaften mitbringen. Für welches Produkt man sich letztlich entscheidet, kommt auf die persönlichen Vorlieben an. Anzünder aus Petroleum sind in der Regel besonders günstig, Holzwolle hat hingegen die besten Brenneigenschaften und spart daher viel Zeit beim Anzünden des Ofens.

Einfache Tipps zur richtigen Pflege

Wenn die Grundausrüstung aus Kaminbesteck, Aschesauger und Funkenschutz vorhanden ist, dann benötigen die Besitzer eines Kamins nicht mehr viel. Sofern der Kamin über eine Sichtscheibe verfügt, genügt ein wenig zusammengeknülltes Zeitungspapier, um das Glas zu reinigen. Ebenfalls gut zu wissen: Asche reinigt glatte Oberflächen effektiv, wenn man sie als eine Art Poliermittel verwendet. Der Trick mit der Zeitung und etwas Asche funktioniert an diversen Stellen im und am Kamin. Hierzu wird das zerknüllte Papier mit etwas Wasser angefeuchtet, die Asche leicht aufgetupft und dann mit purer Muskelkraft auf der entsprechenden Stelle hin- und her gerieben. Anschließend wird die Oberfläche mit einem weichen Tuch und klaren Wasser abgewischt und der Kamin erstrahlt in neuem Glanz. Im Prinzip reicht zum Auswischen des Ofens also ein Eimer mit lauwarmem Wasser, etwas Zeitung und erkaltete Asche. Auf chemische Reiniger sollte verzichtet werden, da die Rückstände beim Verbrennen in die Luft gelangen können und anschließend eingeatmet werden.

 

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