Wasserenthärtungsanlage Spülmaschine

Notwendigkeit von einer Wasserenthärtungsanlage in der Spülmaschine

Wasser besteht nicht nur aus Wasser, sondern besitzt noch viele andere Stoffe in geringen Spuren. Wie genau die Zusammensetzung des Wassers ist, hängt vom Wohnort ab. Problematisch sind für Spülmaschinen und andere Küchengeräte Magnesiumsalze und Kalzium. Diese sind dafür verantwortlich, dass sich mit der Zeit in den Leitungen und im Innenraum Kalk oder auch Kesselstein bildet. Geringe Mengen an Magnesiumsalzen oder Kalzium sind im Bereich von 1,5 mmol pro Liter Wasser. Dann wird das Wasser auch als „weich“ bezeichnet. „Hartes“ Wasser hat einen Gehalt von über 2,5 mmol pro Liter Wasser. Die Kalkablagerungen beeinträchtigen die Funktionsweise der Spülmaschine und können das Gerät auf Dauer schädigen. Deshalb ist eine Wasserenthärtungsanlage in der Spülmaschine wichtig. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer der Spülmaschine. Zusätzlich wird ein weiterer negativer Effekt vermieden, nämlich die Kalkablagerung auf dem Geschirr. Diese Ablagerung tritt auf, wenn das Wasser verdampft. Dann bleiben hässliche Kalkflecken auf dem Geschirr zurück, was vor allem bei Gläsern nicht schön aussieht.

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Video-Link: https://youtu.be/JPKrhyyhKEo

 

Funktionsweise der Wasserenthärtungsanlage in der Spülmaschine

Der Aufbau der Enthärtungsanlage ist simpel. Sie besteht aus einem Behälter, welcher mit vielen Kügelchen befüllt ist. Hauptbestandteil der Kügelchen ist Kunstharz. Dabei wird die poröse Oberfläche von Kunstharz ausgenutzt. Denn diese ermöglicht es, die Kalizum- und Magnesium- Ionen aus dem fließenden Wasser zu adsorbieren und an der porösen Oberfläche zu binden. Die herausgenommenen Ionen werden von Natriumionen ersetzt, um den pH-Wert des Wassers nicht zu verändern. In der Wasserenthärtungsanlage in der Spülmaschine findet also ein Ionenaustausch statt. Natriumionen bilden im Gegensatz zu Kalizum- oder Magnesium-Ionen keine störenden Kalkschichten.

Doch die Aufnahmekapazität der Kunstharzkugeln endet irgendwann, spätestens dann, wenn alle Plätze auf der Oberfläche mit Kalizium- oder Magnesium-Ionen belegt sind. Deshalb benötigt man zusätzlich noch ein Regeneriersalz, um die Kügelchen wieder voll einsatzfähig zu machen. Darum befindet sich ein zusätzlicher Salzbehälter neben der Enthärtungsanlage. Das Wasser wird nach dem Spülvorgang in den Salzbehälter geleitet, wo dann zahlreiche Natriumionen gelöst werden. Anschließend fließt das Wasser weiter in die Enthärtungsanlage. Durch die hohe Salzkonzentration im Wasser werden die Kalzium- und Magnesium- Ionen von den Kügelchen gelöst und die Natriumionen nehmen wieder ihren Platz auf der Kugeloberfläche ein. Es findet also ein erneuter Ionenaustausch statt. Damit ist die Enthärtungsanlage wieder beim nächsten Spülmaschineneinsatz voll leistungsfähig. Damit die Spülmaschine nicht versalzt, werden die Rückstände mithilfe einer Laugenpumpe aus der Spülmaschine entfernt. Da die Wasserhärte an jedem Ort anders ist, kann man dies meist individuell an der Maschine einstellen.

Wartung der Wasserenthärtungsanlage in der Spülmaschine

Die meisten modernen Spülmaschinen haben bereits eine Wasserenthärtungsanlage eingebaut. In der Regel arbeitet die Enthärtungsanlage selbstständig und zuverlässig. Trotzdem muss man darauf achten, dass man immer regelmäßig das Regeneriersalz auffüllt. Dafür sollte man in regelmäßigen Abständen die Füllhöhe des Salzes im Salzbehälter kontrollieren. Nach dem Auffüllen des Salzbehälters ist es wichtig, dass der Deckel komplett geschlossen ist und vollständig abdichtet. Ein undichter Deckel am Salzbehälter kann die komplette Spülmaschine kaputt machen.