Allein hierzulande verschaffen sich Einbrecher etwa alle vier bis fünf Minuten Zutritt zu fremden Wohnungen. Gleichzeitig misslingen rund 30 Prozent aller Einbrüche, zum Beispiel aufgrund eines simplen, abschließbaren Fenstergriffs oder weiterer Maßnahmen für mehr Fenstersicherheit. Tatsächlich könnten sich noch weitaus mehr private Haushalte vor Langfingern schützen. Bereits wenige Tipps & Tricks reichen aus, um die Sicherheit effektiv zu erhöhen. Welche dies sind, verraten wir hier.
Ein Einbruch in die eigenen vier Wände stellt für die meisten Menschen ein großes Unglück dar. Nicht nur weil wertvolle und persönliche Dinge gestohlen wurden, sondern auch weil das Sicherheitsgefühl in der eigenen Wohnung nicht mehr gegeben ist. Zwar können Versicherungen den Verlust der gestohlenen Gegenstände ersetzen, doch die ideellen Werte gehen für immer verloren, genauso wie das Gefühl von Geborgenheit. Mit den steigenden Einbruchszahlen wächst nun auch das Bedürfnis nach Sicherheit, doch immer noch sind viele Wohnungen und Häuser nur unzureichend gesichert. Den potenziellen Einbrechern wird es in vielen Fällen zu einfach gemacht. Diese kennen die Schwachstellen von Wohnungen und Häusern sehr gut. In sehr kurzer Zeit, oft unter einer Minute, hebeln sie Fenster und Türen auf.
Generell gilt daher: Balkon- oder Terrassentüren sollten immer geschlossen werden. Andernfalls haben die ungebetenen Besucher ein leichtes Spiel und spazieren ganz ohne Werkzeug hinein. Auch ein gekipptes Fenster birgt große Risiken, die meisten Einbrecher können es einfach aufstemmen. Rollläden hingegen sollten nur nachts untenbleiben, tagsüber nie. Langfinger vermuten ansonsten die Abwesenheit der Bewohner und liegen damit meist richtig. Wer Vorhänge an den Fenstern hat, sollte diese tagsüber immer wieder öffnen – auch das simuliert die Anwesenheit der Bewohner. Werden Haus oder Wohnung verlassen, sollte man sie allerdings schließen, damit keiner einfach so hineinschauen kann.
Ist Fenstersicherheit trotzdem vonnöten?
Natürlich lohnen sich trotz der beschriebenen Grundmaßnahmen auch ein Fensterschloss oder -alarm, ein Fenstergriff und nicht zuletzt ein Gitterrost. Mit diesen Maßnahmen schützt man seine eigenen vier Wände auch dann, wenn die Langfinger trotzdem einen Bruch versuchen. Schauen wir uns doch einmal etwas genauer an, welche Maßnahmen es für die vorbeugende, aktive Sicherung der eigenen Fenster gibt.
Pilzkopfbeschläge verhindern das Aufhebeln
Mit ein paar Hilfsmitteln ist es eigentlich ganz einfach, die notwendigen Öffnungen in Haus oder Wohnung zu sichern und somit Einbrüche zu verhindern. Stark verbreitet sind mittlerweile Fenster und Türen mit abschließbarem Griff, der allerdings als einziger Sicherheitsmechanismus nur geringen Schutz bietet, weil er das Aufhebeln nicht verhindern kann.
Sinnvoller ist die zusätzliche Installation mechanischer Sicherungen, beispielsweise Pilzkopfverriegelungen. Durch die Verwendung dieser Beschläge verhakt sich die Verriegelung am Rahmen, so dass dieser fest mit dem Fenster- oder Türflügel verbunden ist und nicht aufgehebelt werden kann. Der komplette Austausch von Fenstern ist nicht notwendig, da Pilzkopfbeschläge auch nachgerüstet werden können. Die Anbringung sollte aber einem Fachmann überlassen werden, damit alles richtig sitzt und die optimale Sicherheit erreicht wird.
Einbruchhemmendes Glas
Im Handel gibt es nicht nur Fenster mit verstärkten Rahmen und speziellen Beschlägen, die Einbrüche verhindern oder zumindest erschweren sollen, sondern auch solche mit sogenanntem einbruchhemmenden Glas. Es handelt sich hierbei um spezielles Sicherheitsglas, das meist aus mehreren Schichten mit dazwischenliegenden Folien besteht und daher nicht einfach eingedrückt bzw. eingeschlagen werden kann.
Solche Fenster sind zwar um einiges teurer als Fenster mit herkömmlichem Glas, sie erhöhen die Sicherheit gegen Einbrüche dafür aber exorbitant.
Die abschreckende Wirkung einer Alarmanlage nutzen
Wer die maximale Sicherheit will, der sollte zusätzlich über die Installation einer Alarmanlage nachdenken. Allein die sichtbare Außensirene kann schon dafür sorgen, dass Einbrecher von ihrem Versuch Abstand nehmen. Spätestens jedoch, wenn der Alarm losgeht, werden diese ganz sicher die Flucht ergreifen. Die zahlreichen unterschiedlichen Alarmsysteme im Fachhandel bieten für jede Anforderung die richtige Lösung, im Vordergrund steht immer die Sicherung aller möglichen Einstiege. Vor der Wahl sollte man sich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und sich beim Profi ausführlich beraten lassen.