Ob Mietwohnung, Eigentumswohnung oder Haus – Schimmel gehört zu den ersten Antworten, wenn man Menschen fragt, was sie in ihren vier Wänden am meisten fürchten. Im Schlafzimmer wirkt sich Schimmel besonders drastisch aus, schließlich wollen wir hier entspannte Stunden verbringen und Körper, Geist und Seele regenerieren. Die gefährlichen Sporen verhindern das. Genau deshalb sind Aufklärung und praktische Infos so wichtig.
Schimmel im Schlafzimmer immer sofort bekämpfen!
Die wichtigste Regel: Schimmel im Schlafzimmer muss sofort entfernt werden, da sonst bei durchschnittlich sechs bis acht Stunden Schlaf die gefährlichen Schimmelsporen in die Atemwege dringen können. Dies führt auf Dauer zu einer Schwächung des Immunsystems, Kopfschmerzen und Allergien sowie chronischen Krankheiten. Angesichts dessen ist es notwendig, den Schimmel im Schlafzimmer sofort zu entfernen.
Um den Schimmel an der Wand zu beseitigen, kann man sich in Baumärkten, speziellen Onlineshops oder in der Apotheke spezielles Schimmelentferner-Spray oder alternativ Isopropanol oder 70-prozentigen Alkohol besorgen. Damit sprüht man dann die betroffenen Stellen an den Wänden ein und entfernt nach einigen Minuten den Schimmel mit einem Tuch.
Bei dieser Art der Schimmelbeseitigung ist es wichtig, dass man gut lüftet und einen Mundschutz bzw. einen Atemschutz trägt, damit die gefährlichen Schimmelsporen nicht beim Abwischen und Entfernen in die Atemwege gelangen können. Nach der Entfernung des Schimmels im Schlafzimmer ist es wichtig, nach der Ursache der Schimmelbildung zu suchen. Dies gilt noch verstärkt, wenn nicht nur Wände und Decke befallen sind, sondern auch Möbel und Co., etwa das hochwertige Massivholzbett.
Ursachen für Schimmelbildung im Schlafzimmer
Es gibt mehrere Gründe, warum es zur Bildung von Schimmel im Schlafzimmer kommen kann. Ein Grund kann ein falsches Lüften sein. Beim Lüften sollte man darauf achten, dass die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur ist. Das Lüften sollte zwei- bis dreimal täglich für je fünf Minuten durchgeführt werden. Die beste Zeit zum Lüften, vor allem an warmen Tagen im Sommer, ist morgens und abends, da dann die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur des Schlafzimmers ist.
Das Lüften ist wichtig, damit die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer nicht über 50 Prozent liegt. Um festzustellen, ob die Schimmelbildung durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit entstanden ist, kann man ein sogenanntes Hygrometer aufstellen, das es in Baumärkten und Onlineshops für 25 bis 35 Euro zu kaufen gibt. Die Angabe der Luftfeuchtigkeit auf dem Hygrometer wird in Prozent angegeben und sollte nicht über dem Wert 50 liegen.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, obwohl richtig gelüftet wird, kann die Ursache für die Bildung des Schimmels an undichten Fenstern, rissigen Fassaden oder – sofern sich das Schlafzimmer unter dem Dach befindet – an einem undichten Dach liegen. In diesem Fall sollte man einen Sachverständigen hinzuziehen, der den Raum, die Fenster und die Tür auf Defekte untersucht.
Liegt die Ursache für die Schimmelbildung im Schlafzimmer in einem rissigen Mauerwerk oder einer defekten Fassade, sollte man bei der Sanierung von Fassade und Mauerwerk einen Spezialisten hinzuziehen. Dies deshalb, weil bei den Sanierungsarbeiten weitere Sporen des Schimmels, die sich eventuell schon im Mauerwerk befinden, freigesetzt werden können.
Ebenfalls wichtig: richtiges Heizen
Das A und O für ein gesundes Wohnklima und die beste Vorbeugung gegen Schimmelbildung ist neben dem Lüften auch das richtige Heizen. An kalten Stellen in der Wohnung schlägt sich die Feuchtigkeit als Kondensat nieder und dies führt langfristig zu Schimmel.
Unterscheiden muss man die Art und Weise des Heizens je nach Raum. So ist in Feuchträumen etwa das korrekte Heizen natürlich noch wichtiger als in den Wohnräumen. Im Schlafzimmer empfiehlt es sich, morgens gleich nach dem Aufstehen den Raum kurz durchzulüften und erst dann zu heizen. Wer in der Nacht, gerade im Winter, lieber kühl schläft, sollte unbedingt die Türen schließen, da sonst gleich mehrere Räume auskühlen. Achtung: Dauerhaft gekippte Fenster während der Heizperiode sind absolut nicht sinnvoll, dies verschwendet nur unnötige Energie. Auch hier gilt wieder: Stattdessen stoßlüften!